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Schüttenhoff 2015  

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Zum Großem Schüttenhoff 2015

von Sören “Poldi“ Manz

Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.)

Viel zu kurz sind die Feierlichkeiten gewesen. Schluss, Aus, Basta, keine Diskussion. Pfingsten war früh dieses Jahr und wie dieser Termin entsteht, kann ich gern klugscheißen bei persönlicher Anfrage. Der 3. und letzte Übungsabend war im Prinzip der Auftakt. Seitdem wurde ja nur noch geschafft und gefeiert. Petrus spielte auch größtenteils mit und verschonte uns mit seinen Eisheiligen.

Es ist viel geschehen, und man kann es auch gar nicht alles zu Papier bringen. Aber Höhepunkte gab es zuhauf. Schön war es, als der Beritt das erste Mal zu Pferde dabei war. Es ist noch nie ein Adjutant so smooth zum Grafen geritten um um freies Geleit zu bitten. Geritten? Nein geschlichen. Das hohe Gericht war dabei und so konnten sich alle Aktiven schon einmal auf die kommenden Tage vorbereiten. Dieses Mal im Vereinsheim unseres Spielmannszug Rot-Weiß.

Niemand konnte ahnen, was für ein Programm angesetzt wurde. Christi Himmelfahrt ging es bei herrlichstem Wetter ab zum Forsthaus. Die Gewehrsektion schleppte ihr Munitionsdepot mit ins Gebirge, aber auch Töngel versorgte uns mit frischem und kühlem Nass. Die nötige Stärkung am Forsthaus gab’s durch Familie Becker und zum Abschluss im Sporthaus des SSV war der Sonnenbrand inklusive.

Aufgeräumt war Nörten ja schon seit Wochen, aber am Freitag wurde es endlich, endlich Zeit den Flecken auch zu schmücken. Eigentlich wartet man ja schon drei Jahre auf das Gänsehautfeeling, wenn man die Göttinger Straße hinunter und durch „die Altstadt“ unter den Kränzen hindurchfährt. Der Wald wurde ja tags zuvor erkundschaftet, also konnte man jetzt auch das Tannengrün beschaffen. Die Stellen zum Grün holen waren so optimal gelegen, dass man es in 11 kurzen Stündchen mit Links schaffte. Nach dem Frühstück jedoch scheuchte ein schriller Schrei alle Vögel auf. Es war wie in der Pate als der Pferdekopf unter der Decke zum Vorschein kam. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle war das Bier für kurze Zeit verschwunden und nach GDL, Erziehern, Post und der Charité drohten einige Chargierte zu streiken. Aber durch Schlichtung konnte der GAU gerade noch abgewendet werden. Zurück in Nörten wartete August am Markt natürlich schon mit seiner Knipse und die ersten Girlanden gingen in die Produktion.

So jetzt aber schnell duschen und auf zu Ziggy, wo er und Flo unsere Damenleutnante ihren Wagen vorbereiteten, denn die fleißige, bindende Bevölkerung muss ja mit frischen Getränken versorgt werden. Es ist jedes Mal ein Highlight für alle, die den Oberleutnanten helfen. Und dieses Jahr war jemand mit Namen Hugo der wichtigste Gast. Er und sein crushed ice erfreuten sich größter Beliebtheit und gingen weg wie geschnitten Brot.

Vielleicht benutze ich zu oft die Worte Highlight oder Höhepunkt, aber es folgt halt Eins auf das Andere: Christina I. und Kanne I. zum 2. traten unter Applaus der Schüttenhoffmitglieder und zahlreicher Kiebitze aus dem BSG Heim. Also die frischgebackenen Majestäten unter den Arm geklemmt und dem Nörtner Volk präsentiert. Natürlich nicht nur dem Volk, auch dem Grafen und der Politik. Dort gab es jeweils Getränke zur Stärkung bevor wir bei den Majestäten selbst und wieder im Heim der BSG einen drauf machen durften. Soweit mir bekannt ist hielten dort die Tische, so dass wir zu Tippelbrüder abtanzten bis die Schuhe rauchten. Rauchende Sohlen benötigten danach natürlich noch in diversen Küchen Speck und Eier. Hat eigentlich jemand mitgezählt, wie oft Major Hubsi die Majestäten hochleben ließ?

Darauf folgt der Sonntag, endlich mal ein Ruhetag. Nee, nee, nicht mit uns. Die Kränze müssen fertig werden. Am Mittwoch wird schließlich der Schüttenhoff ausgegraben. An jeder der bekannten Binderstation wurde fleißig gearbeitet und wer Arbeitet soll ja nicht leben wie ein Hund. Hugo und einige diverse Spezialitäten aus der örtlichen Brennerei waren, wie auch am Montag der verdiente Lohn.

Am Dienstag Schuhe wichsen und hineingleiten in die schmucke Uniform. Der Schüttenhoff e.V. lädt zum Traditionellen Königsessen ein. Also mit Rätätä in den altehrwürdigen Ratskeller zum Königsessen. Christina und Kanne lassen sich natürlich nicht Lumpen und zahlen die Getränke. Die Stimmung kam so richtig in Wallung, als Dirk zu späterer Stunde losmarschiert, große Trommel und Snare holt und Präsi Schwarte, Stabsarzt Juppes sowie die Königin auf zum Becken umfunktionierten Kochtopfdeckeln „aus Böhmen kommt die Musik“ spielen. Aber so musikalisch wie jeder Bürger ist, sollte man das Lied vielleicht in „aus Nörten kommt die Musik“ umtaufen.

Girlanden hängen. Hammer! Da ist es wieder, dieses Gefühl. Jetzt fängt das Fest an. Abends zum zentralen Punkt der Feierlichkeiten, dem Markt. Ein kurzweiliger Gottesdienst gefolgt von dem Ausgraben des Schüttenhoffs 2009 stand auf dem Programm. Und dank unserer seit Jahrhunderten bestehenden Schnapstradition wurden natürlich auch eine 6 Jahre alte Flasche Hochzeitsweizen ausgegraben. Ich sagt nur: Mild!

Es war auch gut, dass er mild war, denn den nächsten Morgen um 6 Uhr musste noch einmal malocht werden. Ja, teilweise auf der Arbeit, aber vor allem wieder im Wald. Wir müssen ja die Festroute mit Birken abstecken, damit wir überhaupt wissen, wo es langgeht. Diesmal klappte auch die Getränkeversorgung besser.

Das war jetzt eine Woche. Und es fand ja noch nichts auf dem Anger statt. Man merkt, wie man es kaum noch erwarten konnte. Und wir wollen ja auch endlich unsere Ehrenscheiben oder anderen Preise vom Preisschießen. Nö, ich nicht, ich könnte auf die Scheiben auch mit Tennisbällen schmeißen, anstatt mit Patronen zu schießen. Das hätte denselben Effekt. Aber halt die anderen. Erst noch die Kranzniederlegung. Es ist immer wieder etwas Erhabenes den gefallenen die Ehre zu erweisen, und nach dem Gedenken mit Pauken und Trompeten zum Anger gebracht zu werden und schon so richtig in Feierstimmung zu kommen.

Manchmal meint man, der Kommers beginnt immer ein wenig dröge. Die ganzen Ehrungen ziehen sich in die Länge, viele Leute vorn kennt man nicht und getanzt wird auch nicht. Jedoch ist das der Tag, an dem man abends mit der ganzen Sektion zusammen ist und unsere beiden Hauptredner Präsi Frank und dieses mal ganz besonders BSG-Präsi Karl-Heinz, machten den offiziellen Teil so kurzweilig wie selten zuvor. Karl-Heinz riss eine Zote nach der anderen. Nicht immer ganz jugendfrei lachte man teilweise Tränen. Außerdem gab es dieses Mal wieder einen Zapfenstreich. Viele hatten ihn vermisst. Das Marschieren zurück zum Markt um Mitternacht. Naja, es war zwar nicht mehr im Gleichschritt und manche marschierten mehr in S-Form als geradeaus, aber ich schieb es mal auf die Dunkelheit und Kälte und nicht auf des ein oder andere Freibier im Zelt.

Wie passen denn Piraten und Cowboys und Indianer zusammen. Das geht nicht, denken vielleicht einige. Aber in Nörten geht alles. Ein großartiges Kinderschützenfest unter dem Motto „Cowboys und Indianer“, organisiert von unserer Sani Truppe, mit einer rekordverdächtigen Zahl an Kids am Nachmittag. Ein kleiner Umzug zu Beginn und spektakuläre Spiele bei denen Thomas Bach und das IOC grün vor Neid würden. Dabei sein ist alles! Was bei Olympia schon lange nicht mehr gilt, wird hier immer noch groß geschrieben.

Vom wilden Westen geht’s dann direkt in die Weimarer Karibik zu Rockpirat. Einfach 'ne geile Show das Konzert. Und wenn das Festzelt fast aus allen Nähten Platzt, weiß man, dass man die richtigen Jungs und Mädels engagiert hat. Von Major Tom bis zu den Stones war alles dabei. Man konnte bei fast jedem Song mitgröhlen, die Beine bewegten sich schon fast wie von selbst vom Rhythmus getragen. Viele kamen erst zu Hause an, als die Vögel schon zwitscherten. Das merkten die Degenträger und der Spielmannszug auch am nächsten Morgen beim Wecken. Oftmals wartete man Minutenlang an der Haustür, bis ein raues und heiseres „Jaaaah“ aus der Gegensprechanlage raunte. Aber viele bedankten sich trotzdem mit einem kleinen Obolus für das freundliche aus dem Schlaf gerissen zu werden. Einige stellten auch gern ein lecker Süppchen, ein Maurerfrühstück oder warme und kalte Getränke zur Verfügung.

Und dann kam er endlich. Der große Festumzug. Nun mal im Ernst: Natürlich sind wir eitel und möchten uns dem Publikum von nah und fern in unserer schicken Uniform präsentieren. Die Bürgersteige waren voll und es klappte sogar der Fahneneinmarsch ohne Zwischenfälle. Hauptmann Matze machte einen 1 A Job und der Umzug klappte hervorragend. Jetzt wollen wir aber endlich mit unseren Degen spielen. Die Dinger sind ja nicht nur zum Flaschen öffnen und Rollmöpse bzw., Bratwürstchen aufspießen. Verhaften war angesagt. Also stellten die Spieße uns ihre Gewehrsektion zur Verfügung und gnadenlos wurden die Delinquenten herangebracht und vom Hohen Gericht angeklagt und zu 90 Prozent verurteilt, die Urteile waren aber jedes Mal vollkommen gerecht.

Es wurde schon so viel getanzt die Tage, und nach dem Festumzug stand endlich der erste Tanzabend an. Mit der super „Band Rennstieg – Live“, die uns auch am Sonntag musikalisch durch den Abend führte, wurde beim Tanzvergnügen endlich mal so richtig gefeiert. Keine halben Sachen mehr. Wer kein Mädchen hatte, fand bald eins und so fegte fast jeder über den Tanzsaal bis die Schwarte krachte. Man muss nicht extra erwähnen, dass es bis in die frühen Morgenstunden ging – außer für die Pios, die vorbildlicher Weise das Zelt geschlossen verließen um fit zu sein für den absoluten Höhepunkt des Festes, der den Schüttenhoff über die Grenzen Südniedersachsens hin bekannt werden ließ: Das Barrikadenstürmen!

Damit jeder zugucken kann und niemand verschläft wurde natürlich auch den Sonntag wieder geweckt. Das „Guten Morgen“ nach dem Öffnen der Tür klang eher wie das anschmeißen eines Rasenmähers als wie eine menschliche Stimme, aber das sollte einen am 4. Festtag auch nicht verwundern. Zur Stärkung gab's im Zelt wie immer eine deftiges Frühstück, oder wie es neudeutsch heißt Brunch.

Viel Zeit zum Verdauen blieb nicht, denn es ging bald weiter auf den Markt. Wie gesagt, der Höhepunkt halt. Amboss und Daniel haben ihre Truppe super Vorbereitet, aus den Augen der Pios kamen schon Blitze, so heiß waren sie und motiviert bis in die Haarspitzen. Nach fast allen Schanzen hörte man den „Lust ‘gen Hannoveraner“, der immer das Zeichen war, dass die Barrikade genommen wurde. Das Komitee um Karl-Heinz und Caro hatte die zuschauenden Massen fest im Griff. In Rekordzeit entfernten die Pios die Hindernisse, denn wir kamen sehr schnell auf dem Anger an. Dort hatte man noch genug Zeit die Umzugssaboteure zu verhaften, die es wagten, den Reibungslosen Ablauf des Festes zu behindern. Abends ging es wieder auf den Rennstieg. Fast schon ein bisschen Wehmütig wurde gefeiert, man konnte kaum glauben, dass nach nur anderthalb Wochen alles wieder vorbei sein soll.

Aber eben nur fast alles!

Denn am Montag geht’s noch einmal auf den Markt. Das ist mein persönlicher Lieblingstag. Egal wann man am Vorabend zu Hause war, man holt nochmal die inzwischen schon ein wenig komisch riechende Uniform, oder was davon übrig ist, aus der Ecke, in die man sie vorige Nacht stellen konnte, und beschließt das Fest, feiert sich selbst und lässt Fünfe einfach mal grade sein. Man verhaftet sich für kleinere und größere Verfehlungen und komischerweise hat irgendwie jeder eine Leiche im Keller. Lustige Sonnenbrillen an jeder Ecke in den Sektionsfarben. Hier ein Bierchen da ein Schnäpschen um die Stimmblätter zu ölen, denn es muss niemand glauben, dass das Gekrächze seit dem letzten Wecken wieder besser wurde. Geht die Stimme wieder? Getestet wurde es mit einem lauten ‚Chulio! ‘ Pfingstmontag gab der Körper nochmal sein letztes Hemd, er hatte schon Tage vorher aufgehört sich zu wehren. Offizieller Schluss war am frühen Abend das eingraben des Schüttenhoffs; mal wieder mit einer 3 Liter Pulle Weizen: Mmh mild! Da freut man sich schon wieder auf 2021. Inoffiziell feierten aber viel noch Stundenlang, wir finden halt einfach kein Ende…

Man spricht übrigens von an die 10.000 Besucher beim Barrikadenstürmen und ist das nicht 'ne geile Zahl für unser kleines Örtchen? Ich denke, darauf kann jeder Stolz sein, der aktiv am Fest mitwirkt. Und das sind nicht nur Vorstand und die Chargierten mit ihren Truppen, es sind fast alle Nörtner. Egal ob jung oder alt, egal ob reich oder arm, alle Gemeinsam. Jeder tut sein Bestes und entgegen jedes Trends bei anderen Vereinen und Schützenfesten wächst der e.V. und das Fest selbst. Die Nörtner Geschäftsleute spenden für die Sanis, alle anderen Vereine, SZ „Rot-Weiß“, Wollbrechtshäuser Musikanten, BSG, Feuerwehr, der Sportverein leisten ihren Anteil und unterstützen tatkräftig den Schüttenhoff e.V. Es ist jedes Mal eine Ehre aktiv am Fest mitwirken zu dürfen, eine Ehre von anderen Mitgliedern in einen Posten gewählt zu werden und diese Ehre sollte sich jeder, der das Fest feiert auch verdeutlichen.

Wenn man mit der Freundin oder dem Freund eines Mitglieds aus der Sektion spricht, die von außerhalb kommen und deswegen noch nie auf dem Anger waren, noch nie erlebt haben, was die Tage um Pfingsten in Nörten abgeht, hört man immer dieselbe Antwort: „Ist das geil hier!“ Dem kann man einfach nichts mehr hinzufügen, mit diesen 4 Worten ist alles gesagt, alles beschrieben!

In drei Jahren beim Junggesellen-Schüttenhoff werde ich alter Knacker wahrscheinlich ein bisschen Wehmütig zum ersten Mal seit 97 nur in der Zuschauerrolle sein, aber es müssen ja auch wieder Barrikaden geplant, Girlanden gebunden und, nicht zu vergessen, abends gefeiert werden. Es gibt halt immer was zu tun. Und in 6 Jahren ist dann ja auch schon wieder der große Schüttenhoff. Ganz ehrlich Nörten-Hardenberg? Ich freu mich schon jetzt wieder irre drauf, obwohl ich immer noch ganz benebelt von den letzten Wochen bin.

Danke für die sensationellen Tage, Nörten!

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Big Brother is watching you!

zum 2. Übungsabend

von Sören “Poldi“ Manz

Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.)

 

In Köln spricht man von der 5. Jahreszeit zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch. Die Stadt ist im Ausnahmezustand und es herrscht nur noch ein Thema: Die Feiertage vor der Fastenzeit. Der kölsche Klüngel und die KVB interessieren höchstens noch als Mottos für die Umzugswagen.Vielleicht ist es ein wenig vermessen den kleinen Flecken in der südniedersächsischen Provinz mit der Millionenmetropole am Rhein zu vergleichen, aber ist es in unserer Heimat wirklich anders?

Es geht zwar nicht von Null auf Hundert wie im Rheinland, aber die Spannungskurve steigt stetig. Und unser 11.11. ist die Chargiertenwahl. Ab da geht’s los, jetzt ist unsere 5. Jahreszeit. Das Fieber ist im ganzen Ort, ja der gesamten Gemeinde zu spüren. Wenn du in das Sporthaus kommst, geht es nur darum, wer König wird. Bist du bei A!pos, wirst du gefragt, ob mit dem Kränze binden alles klappt, wo die Umzugsroute lang geht, ob der Beritt seine Gäule im Griff hat. Es gibt nur das eine Thema, der große Schüttenhoff.

Es ist noch nicht ganz Gänsehautstimmung, aber es ist schon ein tolles Gefühl aktiv an dem Fest mitzuarbeiten. Und jetzt mal im Ernst: Man freut sich schon am Montag auf den 2. Übungsabend am Freitag! Jeder legt seinen Dienstplan, seinen Schichtplan so, dass er dabei sein kann. Bloß nix verpassen, lautet die Devise.

 

Und endlich ist Freitag. Die Sektionsshirts hängen frisch gebügelt am Kleiderschrank. Die Mütze liegt direkt daneben. Du triffst dich bereits um 17:30 mit deiner Sektion? Du gehst so zeitig los, dass du mindestens 10 Min. früher da bist. Es gibt doch so viel zu berichten, so viel zu erzählen. Die Gerüchteküche brodelt nicht nur, sie kocht über.Dann startest du mit deiner Truppe Richtung KGS… nein, Richtung Novalisschule. Ein paar andersfarbige Shits sind schon zu sehen, alle natürlich mit der unverkennbaren grünen Mütze. Es fehlt echt nicht mehr viel bis zur Gänsehaut, wenn alle Truppen angekommen sind und sich das erste Mal am Abend aufstellen.Aber heut ist erstmal Gruppenfoto angesagt. Allerdings fragen sich alle, wer hat diese Fotos in Auftrag gegeben? Denn plötzlich steigt eine Drohne empor und man fühlt sich wie in Orwells „1984“ oder, für die jüngeren, wie Will Smith in „der Staatsfeind Nr. 1“. Man hört überall Worte wie CIA, BND, NSA. Jedoch geht alles mit rechten Dingen zu und es sind schöne Fotos geworden.

 

Nächster Punkt auf dem Tagesplan: Marschieren. Der Schulhof ist in den letzten Jahren irgendwie kleiner geworden, also Teilen wir unsere 150 Mann starke Kompanie in kleine Grüppchen auf und es geht im Linkschwenk, Rechtschwenk über Hof und Parkplatz. Wir marschieren zwar noch nicht wie des Kaisers Garde, aber Fortschritte sind deutlich zu erkennen. Ja, man kann sagen, der Festumzug darf kommen!Nun müssen wir allerdings auch in Nörten präsentieren, was wir heute gelernt haben. Also wird traditionell mit dem Spielmannzug eine kleine Runde durch Nörten gedreht. Dieses Mal mit einem Schlenker am Lazarett vorbei um unserem kriegsverletzten Hauptmann zeigen zu können, was wir für tolle Typen sind.Der Marsch ist lang und die Kehlen Trocken, aber dann ertönt auch schon Himmelblau von den Rot-Weißen vorne und du weißt, bald ist das Ziel erreicht. Der altehrwürdige Ratskeller. Erinnerungen kommen beim Betreten des Marktes auf. Hier wurden schon einige große Übungsabende abgeschlossen. Der Spieß macht auch kein langes Tamm Tamm sondern lässt die Kompanie schnell wegtreten.

 

Alle sitzen auf ihren Plätzen, die Kehlen sind nach dem harten Training, das sogar Felix Magath beeindrucken würde, wieder angefeuchtet, geölt, Präsi und Major haben schnell die wichtigsten Neuigkeiten kund getan und ein letztes Mal heute Abend spielt der Spielmannszug zum „Tanz“ auf. Das ist was die Leute wollen und spätestens nach dem ersten Takt stehen alle auf den Stühlen, egal welcher Hit gerade gespielt wird. Sie sind alle Super.Auch wenn das Sanitäts-Corps noch ein wenig zu tun hat an diesem Abend, da einige Tische wohl nicht zum Tanzen geeignet oder vielleicht auch von bösen Holzwürmern angenagt sind, ist es, wie eigentlich immer, ein super Abend. Es wird gesungen und gelacht und nach dem Zapfenstreich geht es noch in diverse Nörtner Küchen um sich für das bevorstehende „Schüttenhoff räumt auf“ mit köstlichem Rake-Ei zu stärken.

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1. Übungsabend zum Großem Schüttenhoff

Alles bunt bei grau nass zum 1. Übungsabend

von Sören “Poldi“ Manz

Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.)

 

Monate der Vorbereitung. Am Wochenende sieht man hier und da mal eine grüne Mütze oder trifft am Samstagabend eine Gruppe gutgelaunter Jungs mit roten T-Shirts irgendwo in Nörten. Okay, das Bullenfest war grandios, aber dieses Schüttenhofffeeling stellt sich einfach noch nicht ein. Du weißt es kommt was, was ganz tolles sogar, aber der Kick fehlt einfach.

Das ist eigentlich immer so, alle 3 Jahre. Na gut, ein Lagerkoller stellt sich noch nicht ein und es ist auch noch nicht so, dass einem die Mitstreiter aus den Sektionen oder dem Chargiertenkreis zum Hals raushängen, aber es fehlt nicht viel.Und dann ist endlich Übungsabend! Alle kommen zusammen. Die Sektionen sind alle komplett. Und jeder ist einfach heiß da drauf das 1. Mal durchs wunderschöne Nörten zu marschieren, Bekannten und Verwandten zu zeigen: Ich bin dabei! Man lässt sich das Sektionsshirt von Mama bügeln, putzt seine Mütze nochmal und kontrolliert sicherheitshalber ob der eigene Name drin steht.

Und dann ist es 18:00 Uhr. Du erscheinst geschlossen mit deiner Sektion auf dem Schulhof. Aus der Ferne hörst du schon Leute singen und weißt genau, gleich kommen die Pios um die Ecke. Aber auch die Gewehrsektion lässt sich nicht lumpen und marschiert geschlossen auf. Die Freude steigt, denn du weißt nachher schaukeln sie sich wieder gegenseitig hoch und veranstalten einen inoffiziellen Gesangswettbewerb – verbissen aber freundschaftlich.

Nach unendlich lange erscheinendem Händeschütteln und Hallo sagen, ertönt irgendwann die Trillerpfeife und irgendein Spieß befiehlt das Antreten. Ca. 130 Leute, abzüglich einiger Invaliden, die dafür großartige Gruppenfotos schießen (Hey, warum bin denn ich da jetzt drauf) quetschen sich auf einen Jahr für Jahr kleiner wirkenden Schulhof. Trotzdem klappt es irgendwie, dass man das Marschieren übt. Na gut, ein wenig Nervosität ist noch dabei, es gibt ein paar neue Befehle wie „Rächt euch!“ und „Kompanie, Entschuldigung!“ aber ansonsten, lässt der 1. Eindruck positiv in die Zukunft blicken.

Okay, um einen Bezug zur Überschrift zu finden: Der Einzige, der nicht so ganz mitspielte war Petrus. Ab 17 Uhr setzte pünktlich ein vorsintflutartiger Nieselregen ein. Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass einer der Hauptmänner schuld sei, weil er seinen Spinat am Vorabend nicht aufgegessen habe. Aber Hey! Von so einer Kleinigkeit lässt sich doch ein echter Nörtner nicht erschüttern. Und beim Anblick der vielen bunten Sektionsshirt ging eh die Sonne auf. Musste sie auch, denn eigentlich wollte sie grad hinterm Horizont verschwinden. Also nochmal Antreten, Stillstehen, Rächen, Rechts um und der erste Paukenschlag von Rot-Weiß ertönt. Ja, darauf hat man doch gewartet!

 

So ging es dann durch die Bünte, die Lange und Göttinger Straße, unter einigen Klassikern wie When the Saints, aus Böhmen und natürlich dem Tippelbrüder Polka, zum Vereinsheim der BSG, wo man den doch erfolgreichen Abend gemeinsam und gemütlich ausklingen lassen konnte. Nein, das ist nicht ganz richtig. Gemütlich ist das falsche Wort! Es gab ja noch die diversen Gesangswettbewerbe auf Stühlen und Tischen. Aber genau das ist es doch, was wir wollen! Das ist das geile am Schüttenhoff. Du feierst, du singst und alle wollen einfach nur ein großartiges Fest veranstalten. Egal ob du 16 oder 60 bist. Egal ob die Musik aus Böhmen kommt, du ein lust’ger Hannoveraner, Niedersachse oder auf der Reeperbahn um halb 2 bist.

 

Und abschließend kann man sagen, nach so einer erfolgreichen Auftaktveranstalltung freut sich jeder auf den 2. Übungsabend am 17. April, wenn es wieder heißt: Rächt euch! Dank   für diese lyrischen Zeilen an Sören “Poldi“ Manz Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.)

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Vorstand & Chargierte zum Schüttenhoff 2015

Hubertus führt die Chargierten beim Schüttenhoff im nächsten Jahr!!!!

Am Sa., den 26.7. wurden folgende Chargierte, für den an Pfingsten 2015 stattfindenden Schüttenhoff, von den rund 150 wahlberechtigten Schüttenhoff-Mitgliedern gewählt:

Major: Hubertus Nülsen
Hauptmann: Matthias Ude
Oberleutnant:

Mark Hesse

Adjutant: Markus Rittmeyer
Hauptmann der Junggesellen: Sascha Hilke
Oberleutnant der Junggesellen:         

Florian Thiele

Leutnant der Junggesellen: Annika Beikirch
Oberstabsarzt: Uwe Naumann
Stabsarzt:

Andre Schmitz

Apotheker 1: Hans-Jörg Behrends
Apotheker 2: Andreas Schubert
Pionieroberleutnant: Christian Nülsen
Pionierfeldwebel:

Werner Illichmann

Pionierleutnant:

Daniel Mirth

Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.): Sören Manz
Fahnenleutnant (Politische Gemeinde):          Johannes Opolka
Fahnenleutnant (Realgemeinde): Clemens Redlich
Fahnenleutnant (BSG): Julian Lüdecke
Hauptfeldwebel:

Michael Wolf

Feldwebel der Junggesellen: Marcel Splieth
Komiteeleutnant: Karl-Heinz Bode
Komiteeleutnant der Junggesellen: Carolin Vollrath


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