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Junggesellen Schüttenhoff 2018

Junggesellen Schüttenhoff 2018 

Die passenden Worte für eine Einleitung zu finden, fällt schwer. Zu viel ist in den letzten zehn Monaten passiert. Vielleicht fange ich mit dem an, wie das Ende aussah und nicht nur aus diesem Grund am besten im Gedächtnis hängen geblieben ist. Im Gegensatz zum Rest des Festes war es kein lauter, es war ein ruhiger Moment: Ein kleiner harter Kern hatte selbst nach dem Marktgericht den Hals noch nicht voll und fand sich im Biergarten des Ratskellers auf ein Steak und ein bis zwei Bier ein. Als sich allerdings Junggesellenpräsident Flo, Major Manu und Schatzmeisterin Franzi von den Übriggebliebenen und auch voneinander verabschiedeten, mit einem Danke für die tollen Tage, die tolle Arbeit, den ganzen unglaublichen Spaß, gefolgt von einer Umarmung hier und einem festen Drücker da, flossen doch einige Tränen. Es war schön, es war emotional und in dem Moment merkt man, dass vieles richtig gemacht wurde.

Doch was war geschehen? Alles begann letztes Jahr im August. Ende der Sommerferien. Halligalli 2.0. Ein Kennenlernen auf Schüttenhoff-Art. Sag jedem Bescheid, der Lust oder Interesse hat beim Fest mitzumachen. Ein Beschnuppern von Alt und Jung. Zwei Wochen später die Vorstands- und Chargiertenwahlen für das kommende Junggesellenfest. Ganz phantastisch bewirtet von Manuel und seiner Crew. Gab es schon Junggesellenfeste, bei denen man händeringend nach Würdenträgern suchen musste, zeigten die vielen Stichwahlen, dass sich nur wenige vor Verantwortung scheuen.

So stand der Stab und das Chargiertencorps für den kommenden Junggesellen-Schüttenhoff. Unter der weisen und salomonischen Regentschaft von Präsi Flo konnten die ersten Sitzungen stattfinden, die Kompanie gebildet, das Fest geplant werden.

Doch dann kam ja noch das Oktoberfest, auch bekannt als Bullenfest, dazwischen. Es war der Höhepunkt in der frühen Vorbereitungsphase. Ein rappelvolles Atrium. Bezaubernde Damen in verlockenden Dirndln. Stramme Burschen zeigten ihre Beine in sexy Lederhosen. Eine schöne Tradition, die Calli Graf da aufrechterhält.

Ein Wandertag zum Forsthaus im Nörtener Wald, eine Chargiertenfahrt in den Harz, waren weitere besondere Treffen. Man muss auch mal was anderes machen. Man lernte sich kennen, neue Freundschaften entstanden. Nicht nur bei den Befehlshabern, natürlich auch in den Sektionen und über die Sektionsgrenzen hinaus. Die Übungsabende waren unvergleichlich. Über einhundert Aktive waren dabei. Grundlagen im Marschieren wurden unter Leitung von Spieß Mugel in seiner unnachahmlichen Art und Weise vermittelt.

Hauptmannsessen bei Bobby in der alten Molkerei. Captain Jens lud ein zum Monsters Ball. Lockere Feierkluft mit Mütze. Der Junge weiß, wie er seine Truppe verwöhnt und zum Glück ist auf dem Heimweg niemand in die benachbarte Bever gefallen.

Man sollte mit Superlativen vorsichtig sein, aber Pfingsten folgte das, für viele Anwesende, beste Wagenwässern aller Zeiten. Dreißig Grad Celsius draußen und zwei Zentimeter Wassertemperatur bescherten allen Anwesenden einen unvergesslichen Tag.

Doch dann war da ja noch Friederike. Ihr erinnert euch? Die steife Brise im Januar, als Kühe und Tanklaster an eueren Fenstern im dritten Stock vorbeiflogen und der leider auch fast der gesamte Fichtenbestand im Nörtener Wald zum Opfer fiel. Für Damenleutnant Julio aber kein Problem, sondern eine Herausforderung. Hier gefragt, dort telefoniert, fanden sich viele, die ihre schattenspendenden Nadelhölzer im Vorgarten zur Verfügung stellten. Das Tannengrün holen war in Rekordzeit beendet. Nörten konnte in einem festlichen Glanz erstrahlen. Der Moment, auf den du drei Jahre wartest. Dich einfach in das Auto setzt und durch die Lange Straße fährst, um dir einfach mal Gänsehaut zu besorgen.

Ach ja, geschossen wurde natürlich auch. Firmencup, Mannschaftsschießen, Preisschießen, Pokal- und Ehrenscheiben wollten auch noch verteilt werden. Außerdem wurde es mal wieder Zeit für einen neuen König, nach dem schier endlos wirkenden Regime unter King Kanne. So wurde zwei Wochen lang im Keller der BSG Munition verballert.

Und dieses Königsschießen war dann auch endlich der erste Grund, diese schicke Uniform und die blitzenden Degen zu präsentieren. Königseinholen. Als erstes kam Prinzessin Lea aus der Tür der BSG um sich hochleben zu lassen. Allerdings nicht wie in Star Wars im goldenen Bikini. Es folgte Kronprinz René und schließlich König Poldi der Erste, im Folgenden „Ich“ genannt. Der Spielmannszug Rot-Weiß spielte zum ersten Mal in dieser Schüttenhoff-Saison zum Schützenliesel auf, das kurzerhand in Schützenpoldi umbenannt wurde. Ab zum Rathaus, Bürgermeisterin Glombitza möchte ja sehen, welcher ihrer Bürger nun zum Regenten wurde. Weiter zum Schloss Hardenberg, Blubberwasser trinken aus dem historischen Keilerbecher. Nächster Zwischenstopp bei mir zu Hause, denn ein Bier kann ich meinem Volk ja auch mal ausgeben und Abschluss im BSG Heim. An dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön an alle Beteiligten für einen, für mich, einmaligen und auf jeden Fall unvergesslichen Tag!

Die Kränze, die weiter oben im Text schon hingen, mussten natürlich auch gebunden werden. Ich liebe es. Es sind die Abende, wo die Aktiven, wieder unter Leitung von Julian, die anderen Aktiven, oder einfach Einwohner Nörtens, die ihre freien Abende opfern, um Nörten zu schmücken, mit Getränken versorgen. Ich sag ja, man lernt so viele Leute kennen. Unterbrochen wurde das Ganze am Dienstag allerdings vom Königsessen im BaLoBi. Festlich gekleidet in Ausgehuniform gab es lecker Spargel und jede Menge zu trinken. Selbst die amtierende Königin Christina schaute auf ein Sektchen vorbei. Können auch sechs gewesen sein.

Die Girlanden hingen, die Birken wurden geholt, der Anger war geputzt und gestriegelt, die Schausteller angekommen. Der Junggesellen-Schüttenhoff kann beginnen!

Den Auftakt bildet seit ein paar Festen der ökumenische Gottesdienst auf dem Markt. Wie immer sehr kurzweilig. Vorher und nachher gab es ein paar Würstchen und Getränke sowie Besucher aus der gesamten Gemeinde, von Elvese bis Sudershausen nahmen daran teil. Es folgt die Kranzniederlegung am Ehrendenkmal, um der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege zu gedenken. Es ist jedes Mal ein unbeschreibliches Gefühl, wenn es danach mit Ufftata auf den Anger zum Festkommers geht. In der Vergangenheit oft ein trockener Abend, aber die Redner leiteten kurzweilig durchs Programm. Verdiente Schüttenhoff Mitglieder wurden geehrt, die Sieger der Schießwettbewerbe bekannt gegeben und ich bekam auch meine viel zu große Scheibe, bei der ich von vornherein klarstellen möchte, dass ich damit rein gar nichts kompensieren muss! Seit zwei Festen findet im Anschluss auch wieder ein Zapfenstreich auf dem Markt statt. Schön, dass es diesen Bestandteil des Festes wieder gibt. Der Marsch dorthin ist jedes Mal aufs Neue herrlich. Marschieren Rot Weiß und die ersten ein bis zwei Reihen des Trosses noch im Gleichschritt, ist der Rest des Zuges einfach ein wackelndes Etwas an Menschen.

Am nächsten Tag war Sanitag. Der Kinderschüttenhoff fand statt. Unter Leitung von Stabsarzt Tengel jun. durften ca. 150 Kids unter dem Motto „Disney“ erste Bekanntschaften mit dem Schüttenhoff machen. Das erste Mal durch den Flecken marschieren, bei kurzweiligen Spielen ihr Können unter Beweis stellen und es gab auch wieder für wirklich jeden Teilnehmer tolle Preise. Ich bewundere es jedes Mal, was die Sanis mit den Kids alles basteln, auf die Beine stellen und keine Kosten und Mühen scheuen, um den Kindern einen unvergesslichen Nachmittag zu bereiten.

Schnell nach Hause und umziehen, denn ab 20 Uhr folgte ein partyteuflisch guter „Kleiner Keiler Rock“. Die Partyteufel lockten über 800 Gäste in das Festzelt, um zu rocken, um zu feiern und um einfach Party zu machen.

Viel zu lange dauerte die Nacht. Und so stellte man sich am nächsten Morgen beim ersten Wecken die Frage, wer die kleineren Augen hatte: die Wecktrupps oder die geweckten Bürger Nörtens. Aber der Spielmannszug, mit Hilfe der Chargierten und des Jägercorps Northeim, leisteten ganze Arbeit, so dass alle pünktlich beim großen Festumzug sein konnten. Schriftführer Sven ordnete die unzähligen Teilnehmer, Petrus bescherte uns Kaiserwetter und ich muss sagen, an das Kutsche fahren könnte ich mich gewöhnen. Selbst der Fahneneinmarsch mit dem einbeinigen Potzi klappte hervorragend. Der Hauptmann hat seine Truppe einfach im Griff. Beim Grafen ritt Adju Franzi vor, ihr wurde freies Geleit gewährt. Ein kleiner Zwischenfall beim Schloss ereignete sich noch, der aber abschließend beim Marktgericht verhandelt wurde und deshalb hier nicht näher erörtert werden muss. Nach einer mitreißenden Rede von Major Manu war das sich präsentieren auch schon wieder beendet. Die Chargierten wurden aufgefordert, auf dem Festplatz für Recht und Ordnung zu sorgen und mit Hilfe der Gewehrsektion, Delinquenten und Unruhestifter dem Hohen Gericht vorzuführen. Gerechte und weise Urteile, wie man es gewohnt ist. Die Ordnung ward wiederhergestellt, also durfte abends mit der Neon Liveband getanzt und gefeiert werden.

Am Sonntag beim Wecken waren die Augen schließlich noch kleiner als tags zuvor, aber um 9:30 Uhr gabs im Festzelt ja schon lecker Frühstück von Festwirt Sam Ledderhose und Freibier. Die Pios mussten ja wohl genährt und gestärkt in ihren Tag gehen. Barrikadenstürmen! Piotag! Unter Leitung von Oberpio Bobby, Leutnant Horschtl und Piospieß Kanne, wurden die oft feuchten und aktionsreichen Schanzen in Angriff genommen. Präsi Flo tat sein Bestes und handelte mit den Schanzenbauern faire Bedingungen aus. Bördys Komitee tat sein Möglichstes, um die Massen an Schaulustigen im Zaum zu halten. Die zahlreichen Zuschauer hatten ihren Spaß und die Wollbrechtshäuser Musikanten mussten nur selten „Wir haben uns ergeben“ spielen. So gab es fast im Zeitrahmen den nächsten Gänsehautmoment: der Einmarsch der Pios mit Himmelblau ins Festzelt. Es bleibt noch festzuhalten, dass Bobbys Jungs sich um Längen besser geschlagen haben als Jogis Jungs gegen Mexico. Am Abend war die Schanzenparty „Wir räumen ab“ mit den Estanas. Jetzt war die Zeit gekommen, sich einfach mal selber zu feiern und dank der geilen Kapelle war das auch kein Problem. Für viele war es der schönste Abend mit einer unvergleichlichen Stimmung und Party pur im Festzelt. Wer nicht von sich aus tanzte, wurde dazu von Sams besten Mann David mit einem geheimen Zaubertrank animiert. Der Zaubertrank wirkte so lange, dass die Party im Tunnel zum Anger noch weiter ging und erst früh morgens in diversen Wohnungen mit Rake-Eiern (bei Nacht zubereitetes Rührei) langsam ausklang. Fahnenleutnant Düme hat im Tunnel wohl auch irgendwo seine Stimme verloren.

Das war auch schon das Fest. Wenn man die Nachfeier auf dem Markt vergisst. Ein zweischneidiges Schwert. Mach ich es feiertags oder werktags. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Aber Spaß macht es immer. Die Geschäftsleute mit dem Trecker holen, als Degenträger mal hohes Gericht spielen und sich am Ende gegenseitig verhaften. Richter Flo hat mit eulenscharfem Verstand bei jedem die Leichen im Keller gefunden. Es wurden milde Strafen verhängt, wie Schorsch‘ Pornobart abrasieren oder einen Gehängten trinken. Vom Ende habe ich ja schon ganz oben gesprochen. Im Biergarten des Ratskellers, wo es emotional wurde und was mich zu dem Gedanken brachte, warum ist das alles schon wieder vorbei?

Ich kann kaum erwarten, dass es in zwei Jahren wieder los geht mit Chargiertenwahlen – dann natürlich zum großen Schüttenhoff, wo meine Vorstandskollegen und ich auch wieder aktiv sind und die Umzüge anführen. Ich hab euch nicht vergessen, Jungs …

Es ist komisch diesen Text als amtierender Junggesellen-König zu schreiben, deswegen möchte ich einfach sagen: Es war mir eine große Ehre, Euch diesen Junggesellen-Schüttenhoff regieren zu dürfen und ich war einer derer im Ratskeller, der sein Tränchen nicht unterdrücken konnte. Danke für ein geiles, geiles Fest!

Königliche Grüße
Euer Poldi

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Menschen mit komischen Hüten oder das Fest aus Sicht eines Neubürgers

Wer sind eigentlich diese jungen Leute, die laut singend oder auch werkelnd an allen Ecken des Ortes zu finden sind? Warum laufen die immer mit Tamm Tamm und großen Brimborium zur Feierabendzeit mit grünen Mützen durch Nörten-Hardenberg?
Das sind sicherlich fragen, die sich neuzugezogene oder andere Gäste unseres Fleckens stellen.

Liebe Unwissende, das und genau das sind die Vorbereitungen zu unserem allseits geliebten Fest „Schüttenhoff“! Schütten was? Schüttenhoff! Nein, es ist keine Kirmes, nein, es ist kein Schützenfest. Schüt-ten-hoff. Alle drei Jahre findet er statt. Im Wechsel für alle offen oder, wie in diesem Jahr, nur für Junggesellen. Seinen Ursprung hat der Schüttenhoff, was mittelhochdeutsch oder so für „Schützen im Hof“ ist im späten Mittelalter. Mit dem ernsten Hintergrund eine Art Miliz zu bilden um den Flecken vor Feinden zu schützen. Wiederbelebt wurde diese Tradition vor ca. 200 Jahren, als zu Zeiten des Hambacher Festes oder ähnlichem, eine kulturelle Revolution durch Deutschland ging. Regelmäßig wird der Schüttenhoff seit der Nachkriegszeit veranstaltet. Seit 1973 unter der Schirmherrschaft des „Schüttenhoff Nörten e.V.“ und seit einigen Jahrem in dem dreijährigen Wechsel zwischen großen Schüttenhoff für alle Nörtener und dem Junggesellen-Schüttenhoff für unverheiratete.

Doch was ist das besondere? Was unterscheidet den Schüttenhoff von anderen Volksfesten? Immerhin wird ja wie bei jedem Schützenfest oder einer Kirmes auch ein König und seine Stellvertreter fair ausgeschossen. Aber der Schüttenhoff ist eben nicht nur König verkünden – Umzug – Saufen im Festzelt. Das wäre zu einfach, das wäre nicht Nörten-Hardenberg-Style! Wir werfen uns lieber in historische Uniformen, wählen Chargierte, bilden eine Kompanie, erhalten uns Traditionen, bereiten uns fast ein Jahr auf das Fest vor um enger zusammenzurücken, Freundschaften zu schließen und kein „Ich kenne meinen Nachbarn nicht“ Pendlerkaff zu werden.

Aber ich schweife ab. Das besondere… Fangen wir mit dem historischen Barrikadenstürmen an. Es ist eigentlich nur ein zweiter Festumzug, allerdings mit einem kleinen „Aber“. Die Einwohner der Festroute errichten Barrikaden, welche die Fortsetzung des Umzugs stoppen sollen. Doch dafür hat der Schüttenhoff eine ganz eigene spezielle Sektion: Die Pioniere. Sie müssen jeweils versuchen diese Barrikaden in einem gewissen Zeitraum zu stürmen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Aber meist ist Wasser mit im Spiel oder auch mal ein knifflige Rätselrunde. Jedoch werden die Pios jedes Mal an die Grenzen des menschenmöglichen getrieben. Ganz besondere Aufmerksamkeit bilden hierbei seit etlichen Jahren die Barrikaden beim Schloss, wo die Pioniere vor den Augen mehrerer tausend Schaulustiger ihr Können unter Beweis stellen dürfen.

Andere Sektionen sind zum Beispiel die Sanitäter. Denn bei solch martialischen Veranstaltungen gibt es sicher auch Verletzte. Um die Kümmern sich die Sanis. Sie verarzten beteiligte und unbeteilgte auf spielerische Art gegen eine geringe Gebühr. Außerdem organisiert die Trupp den Kinderschüttenhoff. Der Nachwuchs muss ja gesichert werden. Fehlverhalten wird während der Festtage vom Kriegsgericht auf dem Festanger verhandelt und es wird ausschließlich faires Recht gesprochen. Justitia ist bei uns nicht nur blind sondern auch taub, stumm und lahm.

In der Vorbereitungszeit wird der Flecken auf Vordermann gebracht, geschmückt, die Barrikaden werden geplant. Es werden Girlanden gebunden, welche die Umzugsroute schmücken. Das ist eigentlich das Großartige. Denn hier engagieren sich nicht nur die, dieses Jahr, ca. 110 Aktiven, sondern es sind alle Einwohner Nörtens gefragt zu helfen. Man arbeitet, aber man lernt sich kennen, man schließt neue Freundschaften.

Und wenn Ihr neugierig geworden seid, dann kommt doch einfach vorbei…

Vom 14.-17. Juni auf dem Anger hinter der Eisenbahnbrücke.

Oder schließt euch im Altdorf in der Woche vorher einer Kränzebinderstation an. Meldet einen Wagen oder eine Fußttruppe für den Großen Festumzug am Samstag. Es gibt so viele Möglichkteiten mitzumachen oder dabei zu sein.

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Ein wunderbarer Abend

Ein lauer Märzabend, Stadionkaschemme an der Bünte. Bördy und Mugel haben geladen. Das Komitee und die Gewehrsektion stimmen sich auf das Fest ein. Oder Völkerverständigung unter den Sektionen. Verstärkt wurde die Gesellschaft durch das Alt-Komitee unter Führung von „Heini“ Bode. Es war alles ganz, ganz, ganz wunderbar, wie es der Spieß betonte in seiner mitreißenden Rede zu beginn des Abends, in der er die circa fünfzig Anwesenden begrüßte und noch eine saftige Überraschung versprach. Aber dazu später mehr.

Als alter Haudegen muss ich sagen, es ist toll, wie Komitee-Leutnant und Spieß ihre Truppen organisieren. Es gab schon ganz andere Feste, bei denen Gezittert wurde diese beiden Sektionen voll zu bekommen – also zahlenmäßig voll. In der Öffentlichkeit stehen sie meist im Schatten der Pioniere, doch ihre Aufgaben sind nicht minder wichtig, ihr Vermögen zu feiern kein Stück kleiner. Einfach mal Chapeau, wie Bördy und Mugel es geschafft haben, so tolle Teams zu bilden.

Nach einem kleinen Dankeschön von Junggesellenvorstand und Major Manu in Form von ein paar Fläschchen Hardenberger. Nach der Brotzeit á la Würstchen mit selbstgemachten Salaten, kam dann die Überraschung! Rock and Roll! Nicht die Stones, nicht Metallica, nicht Helene. Nein, die legendären Naked Tones spielten zum Tanz auf. Sie brachten all ihre Nummer Eins Hits: Country Roads, mit Pfefferminz bin ich dein Prinz, Ring of Fire und Eight Days a Week, bei deren Harmonien und spitzfindigen Texten selbst Lennon und McCartney grün vor Neid geworden wären. Die Halle kochte letztendlich über als zur 110. Zugabe der Evergreen „Tippelbrüderpolka“ gespielt wurde. Die Roadies unter Leitung von Peter Werner hatten ihre liebe Not und Mühe die reihenweise in Ohnmacht fallenden Groupies medizinisch zu versorgen und mit Getränken in braunen 0,33 Liter Flaschen zu rehydrieren.

So ging es bis in die frühen Morgenstunden. Zumindest im Sportheim. Um wie viel Uhr morgens die letzten Raacke-Eier verspeist wurden, ist nicht bekannt, oder zumindest nicht für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt. Aber jeder hat so langsam richtig Bock auf den ersten Übungsabend am Freitag, den 13. April…

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3. Chargiertensitzung am 2. März

Drei Monate sind es noch bis zum großen kleinen Schüttenhoff der Junggesellen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Sektionen sind bis zum Bersten gefüllt. Allerdings gab es in der heißen Phase noch eine Änderung bei den Chargierten. Schwester Lena musste aus beruflichen Gründen ihr Amt niederlegen. Doch Ersatz war schnell gefunden. Die Sanis haben sich die Dienste von Amelie gesichert.

Getroffen wurde sich, klar man hat ja bisher nur gute Erfahrungen dort gemacht, in der Raucherlounge des Balobi. Der späte Wintereinbruch und die eisigen Temperaturen hielten fast niemanden davon ab der Sitzung beizuwohnen. Der Chef de Cuisine Franz zauberte mal wieder ein hervorragendes Essen, das die Herzen schnell wärmer werden ließ. Ein Süppchen als Vorspeise, gefolgt von lecker Wurst und Sauerkraut, samt vegetarischer alternative in Form von Bratkartoffeln lies den Teilnehmern das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Es wurde selbstverständlich nicht nur geschlemmt und gefeiert. Nein, besprochen, diskutiert und geplant wurde selbstverständlich auch. Es sind bereits, inklusive der Chargierten ca. 100 Aktive. Ein, zu diesem Zeitpunkt, für das Junggesellenfest, beeindruckende Zahl. Auch sonst sind die Berichte aus den Einzelnen Sektionen durchweg positiv. Man trifft sich regelmäßig, die Aufgaben sind geklärt und die Kennenlernphase ist längst abgeschlossen. Die nächsten Termine wurden besprochen, kleinere und größere Aufgaben verteilt und so weiter und so fort.

Dem ersten Übungsabend am 13. April steht also nichts mehr im Wege. Das erste richtig große Highlight in der diesjährigen Vorbereitungsphase.

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Florian Thiele ist neuer Junggesellen Präsident

Manuel Pfeufer wird Major für den 

Junggesellen Schüttenhoff 2018

Junggesellen Präsident Flo & Major Manu führen die Chargierten beim  Junggesellen Schüttenhoff im nächsten Jahr!!!!

Am Freitag, den 25.7.2017 wurde folgender Vorstand&Chargiertencorps, für den Junggesellen Schüttenhoff 2018 , von den rund 130 wahlberechtigten Schüttenhoff-Mitgliedern gewählt:

Der Junggesellen Vorstand & Chagiertencorps 

Junggesellen Präsident: Florian Thiele
Schatzmeister: Franziska Vollrath
Schriftführer: Sven Heinemann

Major:

Manuel Pfeufer

Hauptmann: Jens von Rüsten
Oberleutnant: Julian Lüdecke
Adjutant: Franziska Lesch
Stabsarzt: Jan Walbrecht
Apotheker: Simon Briola 

Sanitäter*

Sanitäter*

Schwester*

Schwester *

Jonas Schirmer

Kevin Ledderhose

Lea Nieland

Amelie Harenkamp

Pionieroberleutnant: Marcel von Werder
Pionierleutnant: Michael Horst
Pionierfeldwebel: Henrik Kannengießer
Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.) Christian Schorisch
Fahnenleutnant (Politische Gemeinde) Lucas Duymelinck
Fahnenleutnant ( Realgemeinde) Nils Podstawa
Fahnenleutnant (BSG) Carolin Vollrath
Kompaniefeldwebel (Spieß) : Marcel Splieth
Komiteeleutnant: Birte Schlemme
*Wurden von den Chargierten bestimmt.