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Junggesellen Schüttenhoff 2018

Menschen mit komischen Hüten oder das Fest aus Sicht eines Neubürgers

Wer sind eigentlich diese jungen Leute, die laut singend oder auch werkelnd an allen Ecken des Ortes zu finden sind? Warum laufen die immer mit Tamm Tamm und großen Brimborium zur Feierabendzeit mit grünen Mützen durch Nörten-Hardenberg?
Das sind sicherlich fragen, die sich neuzugezogene oder andere Gäste unseres Fleckens stellen.

Liebe Unwissende, das und genau das sind die Vorbereitungen zu unserem allseits geliebten Fest „Schüttenhoff“! Schütten was? Schüttenhoff! Nein, es ist keine Kirmes, nein, es ist kein Schützenfest. Schüt-ten-hoff. Alle drei Jahre findet er statt. Im Wechsel für alle offen oder, wie in diesem Jahr, nur für Junggesellen. Seinen Ursprung hat der Schüttenhoff, was mittelhochdeutsch oder so für „Schützen im Hof“ ist im späten Mittelalter. Mit dem ernsten Hintergrund eine Art Miliz zu bilden um den Flecken vor Feinden zu schützen. Wiederbelebt wurde diese Tradition vor ca. 200 Jahren, als zu Zeiten des Hambacher Festes oder ähnlichem, eine kulturelle Revolution durch Deutschland ging. Regelmäßig wird der Schüttenhoff seit der Nachkriegszeit veranstaltet. Seit 1973 unter der Schirmherrschaft des „Schüttenhoff Nörten e.V.“ und seit einigen Jahrem in dem dreijährigen Wechsel zwischen großen Schüttenhoff für alle Nörtener und dem Junggesellen-Schüttenhoff für unverheiratete.

Doch was ist das besondere? Was unterscheidet den Schüttenhoff von anderen Volksfesten? Immerhin wird ja wie bei jedem Schützenfest oder einer Kirmes auch ein König und seine Stellvertreter fair ausgeschossen. Aber der Schüttenhoff ist eben nicht nur König verkünden – Umzug – Saufen im Festzelt. Das wäre zu einfach, das wäre nicht Nörten-Hardenberg-Style! Wir werfen uns lieber in historische Uniformen, wählen Chargierte, bilden eine Kompanie, erhalten uns Traditionen, bereiten uns fast ein Jahr auf das Fest vor um enger zusammenzurücken, Freundschaften zu schließen und kein „Ich kenne meinen Nachbarn nicht“ Pendlerkaff zu werden.

Aber ich schweife ab. Das besondere… Fangen wir mit dem historischen Barrikadenstürmen an. Es ist eigentlich nur ein zweiter Festumzug, allerdings mit einem kleinen „Aber“. Die Einwohner der Festroute errichten Barrikaden, welche die Fortsetzung des Umzugs stoppen sollen. Doch dafür hat der Schüttenhoff eine ganz eigene spezielle Sektion: Die Pioniere. Sie müssen jeweils versuchen diese Barrikaden in einem gewissen Zeitraum zu stürmen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Aber meist ist Wasser mit im Spiel oder auch mal ein knifflige Rätselrunde. Jedoch werden die Pios jedes Mal an die Grenzen des menschenmöglichen getrieben. Ganz besondere Aufmerksamkeit bilden hierbei seit etlichen Jahren die Barrikaden beim Schloss, wo die Pioniere vor den Augen mehrerer tausend Schaulustiger ihr Können unter Beweis stellen dürfen.

Andere Sektionen sind zum Beispiel die Sanitäter. Denn bei solch martialischen Veranstaltungen gibt es sicher auch Verletzte. Um die Kümmern sich die Sanis. Sie verarzten beteiligte und unbeteilgte auf spielerische Art gegen eine geringe Gebühr. Außerdem organisiert die Trupp den Kinderschüttenhoff. Der Nachwuchs muss ja gesichert werden. Fehlverhalten wird während der Festtage vom Kriegsgericht auf dem Festanger verhandelt und es wird ausschließlich faires Recht gesprochen. Justitia ist bei uns nicht nur blind sondern auch taub, stumm und lahm.

In der Vorbereitungszeit wird der Flecken auf Vordermann gebracht, geschmückt, die Barrikaden werden geplant. Es werden Girlanden gebunden, welche die Umzugsroute schmücken. Das ist eigentlich das Großartige. Denn hier engagieren sich nicht nur die, dieses Jahr, ca. 110 Aktiven, sondern es sind alle Einwohner Nörtens gefragt zu helfen. Man arbeitet, aber man lernt sich kennen, man schließt neue Freundschaften.

Und wenn Ihr neugierig geworden seid, dann kommt doch einfach vorbei…

Vom 14.-17. Juni auf dem Anger hinter der Eisenbahnbrücke.

Oder schließt euch im Altdorf in der Woche vorher einer Kränzebinderstation an. Meldet einen Wagen oder eine Fußttruppe für den Großen Festumzug am Samstag. Es gibt so viele Möglichkteiten mitzumachen oder dabei zu sein.

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Ein wunderbarer Abend

Ein lauer Märzabend, Stadionkaschemme an der Bünte. Bördy und Mugel haben geladen. Das Komitee und die Gewehrsektion stimmen sich auf das Fest ein. Oder Völkerverständigung unter den Sektionen. Verstärkt wurde die Gesellschaft durch das Alt-Komitee unter Führung von „Heini“ Bode. Es war alles ganz, ganz, ganz wunderbar, wie es der Spieß betonte in seiner mitreißenden Rede zu beginn des Abends, in der er die circa fünfzig Anwesenden begrüßte und noch eine saftige Überraschung versprach. Aber dazu später mehr.

Als alter Haudegen muss ich sagen, es ist toll, wie Komitee-Leutnant und Spieß ihre Truppen organisieren. Es gab schon ganz andere Feste, bei denen Gezittert wurde diese beiden Sektionen voll zu bekommen – also zahlenmäßig voll. In der Öffentlichkeit stehen sie meist im Schatten der Pioniere, doch ihre Aufgaben sind nicht minder wichtig, ihr Vermögen zu feiern kein Stück kleiner. Einfach mal Chapeau, wie Bördy und Mugel es geschafft haben, so tolle Teams zu bilden.

Nach einem kleinen Dankeschön von Junggesellenvorstand und Major Manu in Form von ein paar Fläschchen Hardenberger. Nach der Brotzeit á la Würstchen mit selbstgemachten Salaten, kam dann die Überraschung! Rock and Roll! Nicht die Stones, nicht Metallica, nicht Helene. Nein, die legendären Naked Tones spielten zum Tanz auf. Sie brachten all ihre Nummer Eins Hits: Country Roads, mit Pfefferminz bin ich dein Prinz, Ring of Fire und Eight Days a Week, bei deren Harmonien und spitzfindigen Texten selbst Lennon und McCartney grün vor Neid geworden wären. Die Halle kochte letztendlich über als zur 110. Zugabe der Evergreen „Tippelbrüderpolka“ gespielt wurde. Die Roadies unter Leitung von Peter Werner hatten ihre liebe Not und Mühe die reihenweise in Ohnmacht fallenden Groupies medizinisch zu versorgen und mit Getränken in braunen 0,33 Liter Flaschen zu rehydrieren.

So ging es bis in die frühen Morgenstunden. Zumindest im Sportheim. Um wie viel Uhr morgens die letzten Raacke-Eier verspeist wurden, ist nicht bekannt, oder zumindest nicht für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt. Aber jeder hat so langsam richtig Bock auf den ersten Übungsabend am Freitag, den 13. April…

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3. Chargiertensitzung am 2. März

Drei Monate sind es noch bis zum großen kleinen Schüttenhoff der Junggesellen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Sektionen sind bis zum Bersten gefüllt. Allerdings gab es in der heißen Phase noch eine Änderung bei den Chargierten. Schwester Lena musste aus beruflichen Gründen ihr Amt niederlegen. Doch Ersatz war schnell gefunden. Die Sanis haben sich die Dienste von Amelie gesichert.

Getroffen wurde sich, klar man hat ja bisher nur gute Erfahrungen dort gemacht, in der Raucherlounge des Balobi. Der späte Wintereinbruch und die eisigen Temperaturen hielten fast niemanden davon ab der Sitzung beizuwohnen. Der Chef de Cuisine Franz zauberte mal wieder ein hervorragendes Essen, das die Herzen schnell wärmer werden ließ. Ein Süppchen als Vorspeise, gefolgt von lecker Wurst und Sauerkraut, samt vegetarischer alternative in Form von Bratkartoffeln lies den Teilnehmern das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Es wurde selbstverständlich nicht nur geschlemmt und gefeiert. Nein, besprochen, diskutiert und geplant wurde selbstverständlich auch. Es sind bereits, inklusive der Chargierten ca. 100 Aktive. Ein, zu diesem Zeitpunkt, für das Junggesellenfest, beeindruckende Zahl. Auch sonst sind die Berichte aus den Einzelnen Sektionen durchweg positiv. Man trifft sich regelmäßig, die Aufgaben sind geklärt und die Kennenlernphase ist längst abgeschlossen. Die nächsten Termine wurden besprochen, kleinere und größere Aufgaben verteilt und so weiter und so fort.

Dem ersten Übungsabend am 13. April steht also nichts mehr im Wege. Das erste richtig große Highlight in der diesjährigen Vorbereitungsphase.

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Florian Thiele ist neuer Junggesellen Präsident

Manuel Pfeufer wird Major für den 

Junggesellen Schüttenhoff 2018

Junggesellen Präsident Flo & Major Manu führen die Chargierten beim  Junggesellen Schüttenhoff im nächsten Jahr!!!!

Am Freitag, den 25.7.2017 wurde folgender Vorstand&Chargiertencorps, für den Junggesellen Schüttenhoff 2018 , von den rund 130 wahlberechtigten Schüttenhoff-Mitgliedern gewählt:

Der Junggesellen Vorstand & Chagiertencorps 

Junggesellen Präsident: Florian Thiele
Schatzmeister: Franziska Vollrath
Schriftführer: Sven Heinemann

Major:

Manuel Pfeufer

Hauptmann: Jens von Rüsten
Oberleutnant: Julian Lüdecke
Adjutant: Franziska Lesch
Stabsarzt: Jan Walbrecht
Apotheker: Simon Briola 

Sanitäter*

Sanitäter*

Schwester*

Schwester *

Jonas Schirmer

Kevin Ledderhose

Lea Nieland

Amelie Harenkamp

Pionieroberleutnant: Marcel von Werder
Pionierleutnant: Michael Horst
Pionierfeldwebel: Henrik Kannengießer
Fahnenleutnant (Schüttenhoff e.V.) Christian Schorisch
Fahnenleutnant (Politische Gemeinde) Lucas Duymelinck
Fahnenleutnant ( Realgemeinde) Nils Podstawa
Fahnenleutnant (BSG) Carolin Vollrath
Kompaniefeldwebel (Spieß) : Marcel Splieth
Komiteeleutnant: Birte Schlemme
*Wurden von den Chargierten bestimmt.